Beleuchtung

Informiert euch bitte vorher, bevor ihr euch irgend eine Beleuchtung zusammen bastelt, ausreichend und fragt auch in Foren nach Empfehlungen, da alles ein ziemlich heikles Thema ist. Ich möchte jetzt nichts schlecht reden, aber ich kann nur raten, euch bei erfahrenen Haltern zu informieren und nicht nur in Fachgeschäften. Ihr könnt mir auch gerne eine E-mail schicken.

Auf dieser Seite möchte ich auf die Beleuchtung von Wüstenterrarien näher eingehen. Das Thema ist ja teilweise viel umstritten und viele Anfänger in der Terraristik werden insbesondere beim Thema Beleuchtung falsch beraten. Dabei ist das Licht für das Wohlbefinden der Tiere dringend nötig, teilweise sogar überlebenswichtig.

Hier habe ich eine kleine Übersicht zu den notwendigen Faktoren, Wärme, Helligkeit und UV erstellt.

UV-Beleuchtung

Es gibt mehrere Möglichkeiten zur UV-Beleuchtung. Grundsätzlich sind aber UV-Röhren und Energiesparlampen mit UV-Anteil weniger zur Haltung tagaktiver Wüstenbewohner zu gebrauchen, da der Anteil den sie abgeben in der Regel sehr gering ist oder gar nicht erst beim Tier ankommt. Mangelnde UV-Beleuchtung sollte ebenfalls nicht unterschätzt werden, da insbesondere hier mögliche Fehler mit Erkrankungen oder dem Tod des Tieres in Verbindung treten können.

Eine gute Möglichkeit zur UV-Versorgung ist die Ultra Vitalux von Osram. Diese sollte ca. 30 Minuten am Tag brennen. Da es diese Lampe nur in der 300W Version gibt, ist außerdem ein gewisser Mindestabstand (~ 80 cm) erforderlich. Kann man diesen Mindestabstand nicht einhalten, sollte man besser auf andere Varianten zurückgreifen. Beim Mindestabstand sollte außerdem bedacht werden, dass auch für die Lampenfassung und den Bodengrund einiges abgeht, folglich je nach Bodengrund erst Terrarien über einen Meter mit einer Vitalux fest ausgestattet werden können.

Weitere Möglichkeiten bieten so genannte Ganztagsstrahler, die – wie der Name schon sagt – den ganzen Tag in Betrieb genommen werden müssen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Hierzu zählen unter anderem die Bright Sun UV Desert 70 W von Lucky Reptile, die wohl nach aktuellem Stand der Technik eine der besten Möglichkeiten ist, das Terrarium zu beleuchten. Da es sich bei der Bright Sun zusätzlich um einen HQI-Strahler handelt, dient er sowohl der UV-Beleuchtung, als auch der Helligkeit und arbeitet so im Vergleich zu anderen UV-Strahlern effizienter.

Helligkeit

Das Licht wird bei heliophilen Arten oftmals unterschätzt, doch was das menschliche Auge sieht ist nicht zwingend hell. Für die richtige Helligkeit im Wüstenterrarium dürfen HQI oder HCI in Kombination mit T5 oder T8-Röhren nicht fehlen.

Für kleinere Terrarien können auch sehr gut CDM-R eingesetzt werden. Diese können in eine normale Fassung geschraubt werden, werden aber wie HQI auch mit einem Vorschaltgerät betrieben. Da diese auch in der Spotversion erhältlich sind, können sie aufgrund ihres engen Abstrahlwinkels auch sehr gut zum Schaffen von Sonnenplätzen eingesetzt werden und entwickeln punktuell eine sehr gute Helligkeit.

Bei HQI / HCI und CDM-R sollte grundsätzlich auf die Bezeichnung NDL bzw. daylight (942) geachtet werden.

Wärme

Sollte die Temperatur nach Installation der Grundbeleuchtung (Helligkeit und UV-Beleuchtung) noch zu niedrig sein, kann diese mit Spotstrahlern optimiert werden. Hierfür sind sowohl einfache Spots von Firmen wie Osram oder Philips geeignet (im Baumarkt erhältlich), als auch die etwas teureren Terraristikspots aus den Zoohandlungen. Einen Unterschied zwischen diesen gibt es keinen, da die UV-Versorgung ja schon durch den Punkt „UV-Beleuchtung“ weiter oben gewährleistet ist und diese Reptilienspots auch keine Alternative zu einer ordentlichen UV-Versorgung darstellen. Ebenso wenig können sie eine gute Beleuchtung in Form von HQI / HCI ersetzen. Es bleibt daher in eurem Ermessen, Geld zu sparen oder auf Ware zurückzugreifen, auf der der Titel „Terraristik“ prangt.