Allgemeines über Trapelus

(Trapelus)

Ordnung: Squamata (Schuppenkriechtiere)
Unterordnung: Sauria (Echsen)
Familie: Agamidae (Agamen)

Wüstenagamen bewohnen, wie der Name schon sagt, Halbwüsten, wüstenähnliche Landschaften und Steppen von Nordafrika bis Südwestasien. Die im Handel erhältlichen Arten stammen jedoch in der Regel aus Nordafrika. Speziell Trapelus savignii kommen in Ägypten und Israel vor. Diese Tiere erreichen eine Gesamtlänge von 20-25cm, die KRL (Kopf-Rumpf-Länge) beträgt etwa die Hälfte davon. Trapelus können sehr zutraulich werden und sind bei der richtigen Haltung faszinierende Reptilien mit einem interessanten Verhalten.
Die Männchen färben ihre Kehle sowie die Flanken in erregtem Zustand blau. Die Weibchen färben während der Paarungsbereitschaft und Trächtigkeit ihre dunklen Querstreifen auf dem Rücken rötlich, der Schwanz bekommt einen leicht gelblichen Farbton. Ansonsten haben die Tiere eine gräulich-braune Sandfarbe mit einigen dunkleren Querstreifen. Aufgewärmt können die Tiere eine helle Sandfarbe haben, die Querstreifen sind dann kaum noch zu sehen und nur noch als dunklere Flecken auszumachen.

Die Tiere leben in der Regel in recht offenen Sand- oder Felslandschaften und halten sich dort unter kleineren Pflanzenbüscheln und Wurzeln oder Geröll auf. Ähnlich sollte auch das Terrarium eingerichtet sein. Ein Sand-Lehm-Gemisch dient als Bodengrund und Steine, Wurzeln oder Pflanzen als Versteckmöglichkeiten. Gleichzeitig sollte den Tieren noch genug Platz zum bewegen bleiben. Außerdem ist es ratsam, die Rück- und Seitenwände als gut strukturierte Felswand zu verkleiden. Bauanleitungen für solche Felsrückwände findet ihr im Internet sehr viele. Ich habe auf dieser Seite auch den Bau meiner Felswand dokumentiert, diesen könnt ihr euch gerne mal ansehen.

Trapelusarten

Die einzelnen Trapelusarten auf der Homepage der DGHT AG Agamen (-> Trapelus)

Einige Trapelusarten sind äußerst schwierig voneinander zu unterscheiden. Mein erstes Weibchen wurde mir beispielsweise als T. mutabilis verkauft, mittlerweile weiß ich, dass es sich um eine T. savignii handelte.

Als Wildfänge in Zoohandlungen anzutreffen sind am häufigsten folgende Arten:

Trapelus mutabilis
Trapelus savignii
Trapelus pallidus